IT-Forensik Studium: Experten gegen Cybercrime ausbilden
Fernstudium bildet Experten in digitaler Forensik aus
Experten im Bereich IT-Sicherheit & Forensik werden bei WINGS im Fernstudium ausgebildet. Copyright: shutterstock
APT-Angriffe und Ransomware-Attacken auf Unternehmen, Verwaltungen und Bürger, Drohnensichtungen über kritischer Infrastruktur und Cyberangriffe auf Rechenzentren. Die Schlagzeilen der vergangenen Monate zeigen: Die aktuellen Bedrohungen sind zunehmend hybrid. Digitale Forensiker und Cyber Security Experten bilden die Task Force, die sich den Hackern entgegenstellt. Ausgebildet werden sie berufsbegleitend im Fernstudium bei WINGS, dem Fernstudienanbieter der Hochschule Wismar.
Die Gefährdungslage in Europa ist hoch. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verzeichnet einen deutlichen Anstieg komplexer KI-gestützter Attacken. Eine zunehmende Industrialisierung der Cyberkriminalität zeichnet sich ab. Es geht nicht mehr nur um klassische Spionage, sondern vielmehr um gezielte Angriffe. Wenn der öffentliche Raum stillgelegt wird, braucht es Spezialisten, die mehr können als Standard-IT. Experten der digitalen Forensik und Cyber Security werden gesucht.
Prof. Dr. Antje Raab-Düsterhöft bildet sie aus: „Unsere Studierenden der digitalen Forensik lernen mit neuesten technischen Mitteln und hohem informationstechnischem Know-how forensische Analysen bei Cybercrime durchzuführen, um Datenspuren nachzugehen und Täter und Hintermänner zu ermitteln“, erklärt die Studiengangsleiterin des Fernstudiums Bachelor und Master IT-Sicherheit & Forensik von WINGS. Mehr als 600 IT-Forensiker und Cyber Security Profis haben das Studium bei ihr bereits abgeschlossen, darunter viele Fach- und Führungskräfte des Bundesverteidigungsministeriums, von Bundesbehörden wie LKA, BKA, BND, BSI, ITZBund, des Bundesverteidigungsministeriums und der Bundeswehr sowie diverser IT-Beratungsunternehmen.
Dr. Michael Mundt ist einer von ihnen. Er arbeitet als Principal Business Development Manager bei Esri Deutschland, dem Anbieter für ArcGIS-Software (Location Intelligence) in Deutschland. Sein Masterstudium der IT-Sicherheit und digitalen Forensik und die anschließende Promotion hat Dr. Mundt berufsbegleitend absolviert und ist jetzt auch als Dozent tätig. „In der operativen Arbeit helfen die Kenntnisse aus dem Studium sehr weiter. Vertrauliche, integre und verfügbare Datenverarbeitung ist immer ein Thema“, sagt er. Ein Schwerpunkt des Fernstudiums zur Cyber Security ist es, technische Infrastruktur strategisch und operativ zu sichern. Dieses Wissen sei essenziell im Kampf gegen die organisierte Cyberkriminalität. „Datendiebstahl ist eine große Bedrohung für Geschäftsmodelle. Ich wollte besser verstehen, wie die Daten digital gestohlen werden und etwas dagegen tun“, so Mundt. Neue Phänomene, wie etwa Deepfakes, würden sich bereits heute verstärkt abzeichnen. „Bösartiger Schadcode und diabolischere Angriffsvektoren werden durch den Einsatz von KI gefördert.“ Aber auch die Gegenseite werde schneller und effizienter, stellt Dr. Mundt klar: „KI wird auch hier helfen, Daten schneller, effizienter zu durchforsten, Informationen daraus zu gewinnen und die Nutzung von Analysewerkzeugen vereinfachen. Der Wirkungsgrad eines erfahrenen Strafverfolgers wird sich dadurch bedeutsam erhöhen.“
Analytisches Denken unter Zeitdruck, Disziplin, ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein sowie das Verständnis für Sicherheitsprotokolle und strategisches Handeln – das ist das ideale Mindset für einen Job als IT-Forensiker. Was dann noch fehlt, ist das technische Know-how in der digitalen Forensik. „Mir wurde im Masterstudium ein vielseitiges, grundlegendes und tiefgehendes Wissen vermittelt, das mir zudem die Voraussetzung zur Promotion ermöglicht hat“, sagt Dr. Mundt.
Die Berufsaussichten in der IT-Security-Branche seien hervorragend, sagt er. „Der Bedarf an Profis ist hoch und sie werden gutes Geld verdienen. Ich kann nur jeden Interessierten ermutigen, diesen Weg zu gehen.“ Macht KI den Job nicht überflüssig? „Nein. IT-Sicherheitsexperten werden durch KI ihren Arbeitsplatz nicht verlieren. Nur diejenigen, die keine KI einsetzen, werden potentiell ausgebootet.“
Alle Infos zu den berufsbegleitenden Fernstudiengängen Bachelor und Master IT-Sicherheit und Forensik bei WINGS finden Interessierte auf » www.wings.de/cybercrime
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